Wir stehen mitten in den Folgen einer
Entwicklung, durch die der einzelne Mensch fast nur noch in einer Funktion
gewünscht wird, nicht mehr als Person. Er wird nach seinem meist sehr
punktuellen NUTZEN beurteilt, als ganzer Mensch ist er nicht nur nicht gefragt,
sondern wird sogar als Störfaktor in der Arbeit empfunden. Daraus entspringt,
dass immer mehr Menschen unzufrieden sind mit ihrer Arbeit. Gleichzeitig sind
sie in absurder Weise fast gezwungen, um ihre im Grunde ungeliebte Arbeit zu
bangen – aus Angst vor Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg.
Die Zwickmühle scheint aussichtslos: entweder man fügt sich in die Verachtung
der eigenen Person oder man verliert die wirtschaftliche Grundlage für das
eigene Leben.
Wie tritt man dem entgegen?
Wie kann man Achtung für sich als Person einfordern und durchsetzen, damit
wenigstens der bloße Aufenthalt am Arbeitsplatz aufhört, eine Qual zu sein?
Wie kann man sich ein Arbeitsfeld schaffen, das eine wirtschaftliche Grundlage
sichert und in dem man seine Arbeit so erlebt, dass man als GANZE Person in ihr
lebt?